Es war sehr knapp: Das Ständemehr hat die CVP-Initiative erreicht, das Volksmehr aber hat sie verfehlt. Was hat zur knappen Ablehnung geführt, und welche weiteren politischen Schritte kann man daraus ableiten? NZZ-Inlandredaktorin Nadine Jürgensen analysiert im Video-Kommentar das Abstimmungsergebnis und rückt dabei vor allem die verschiedenen Familienformen ins Zentrum, die gleichberechtigt nebeneinander existieren sollten. Sie sieht im Verdikt des Volks ein hoffnungsvolles Signal für eine gesellschaftsliberale Schweiz.

 

Ehe für alle – Operation Libero

Es ist höchste Zeit, dass sich auch in der Schweiz Liebe und Realität durchsetzen. Wir finden es wichtig, dass alle Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, in der Schweiz heiraten dürfen. Wir fordern die bedingungslose Öffnung der Ehe und die Gewährung aller damit verbundenen Rechte. Die Menschen in Irland haben mit ihrem JA zur Heirat für gleichgeschlechtliche Paare gezeigt, wie es geht. Per Volksentscheid die Ehe für alle einführen: Das wollen auch wir!

Und bereits tut sich was: Die Grünliberalen verlangen in der parlamentarischen Initiative «Ehe für alle», dass die Ehe und die eingetragene Partnerschaft allen offensteht. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, den es zu unterstützen gilt.

Gemeinsam sagen wir JA und zeigen damit den PolitikerInnen, wie viele Menschen die bedingungslose Öffnung der Ehe für alle fordern. Die Operation Libero und Pro Aequalitate, als Kampagne «gemeinsam weiter», überreichen alle Unterschriften vor der entscheidenden Kommissionssitzung den Damen und Herren der Räte.

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